Dieses Sofa ist ein Sinnbild der Einsamkeit und dafuer, wie man manchmal Hals ueber Kopf in den Wahnsinn rennen muss, um weniger Schmerz zu empfinden. Ein Sofa, das DAVDESAIN auf den Mond schickte, auf der Suche nach einem Frieden, der nie kam. Und so ruestet sich der Geist, schiesst in eine Umlaufbahn ueber eine feiernde Welt, auf der Suche nach jenem mikroskopischen Funken Liebe, der im Herzen eines unerwarteten Sturms verloren ging, in dem alles an den Geliebten erinnerte, der mittlerweile nur noch Abwesenheit und Angst war.
So flohen wir auf den Mond, in ein apokalyptisches Szenario, auf der Suche nach dieser Liebe, die selbst dort nicht zu wohnen schien, und waehrend wir darauf warteten, dass die Sterne uns den Weg wiesen, erschien er, das Sofa „While I wait and I cannot stay“. Ein Zweisitzer, geschmueckt mit spitzen, glaenzenden Metallelementen an den Raendern, ein Fragment eines Raumschiffs, das dem Aufprall des Herzens nicht standhielt; das Metall, um die Kompaktheit des Schmerzes zu signalisieren, wenn er ueber uns hereinbricht, eine Form, die, obwohl geschwungen, spitz und bestaendig bleibt wie Gedanken, die dieser Verzweiflung nicht entkommen koennen: es ist auch ein Schmerz, der sich dann kristallisiert und zwischen zwei Sitzen aus gehaemmertem schwarzem Kalbsleder erstrahlt, wo das warnende Gelb an die Elektrizitaet der Vernunft erinnert. Auf dieser wahnsinnigen Mondpilgerreise kommt dem Geist das zweite Element des Diptychons in den Sinn, die Bank „pupo01“.
Cognacfarbenes Leder und goldfarbene Beschlaege, auch dies wartend auf eine Vergebung, ein Licht und einen Trost, die im Weltraum verloren gingen, die sich Davdesain jedoch lebendig und gelandet in einer Welt vorstellen wollte, die wir nie finden werden. Das Kreischen des Metalls als Symbol universellen Schmerzes und der Notwendigkeit von Naehe, von Haut: Hat dieses Sofa vielleicht wirklich die Wunden derer gelindert, die sich selbst verloren haben? Gewidmet jenen, die auf etwas warten, das man nur auf dem Mond finden kann.